sciencegarden Blog

Die Pathologie der Spielplätze

Wer unsere Gesellschaft kennen lernen will, muss regelmäßig die Spielplätze konsultieren. An Werktagen zu 95% Mütter mit ihren Kindern, keine Männer, auch da, wo nur die Lohas hingehen. In den zwei Monaten Erziehungszeit fahren die meisten Männer, strategisch für sie angenehmer, mit der ganzen Familie in Urlaub oder man geht halt mal zu dritt auf den Spielplatz. Die Frauen wirken nicht gerade entspannt, ihnen sitzt nämlich die zusätzlich zu erledigende Erwerbsarbeit im Nacken. Geht man als Mann hin, dann wird man ignoriert und bietet den anwesenden Damen eine Projektionsfläche für ihren Neid -- der eigene Mann geht schließlich lieber arbeiten. Samstags ein ganz anderes Bild: eigentlich fast nur hyperaktive, auffällig liebevolle Männer mit ihren Kindern; sie bearbeiten ihr schlechtes Gewissen und strengen sich nun an, damit die eigene Frau auch einmal in Ruhe Duschen gehen kann oder sogar zum Friseur. Der Samstag ist kein guter Tag für Frauen, weil die dann als Projektionsfläche für die Herren dienen, die ja viel lieber in einer Kneipe dem Fußball folgen würden und endlich mal nach einer harten Arbeitswoche in Ruhe ein Bier trinken. Das ist, denkt man darüber nach, eine ziemlich eindeutige, aber doch niederschmetternde empirische Einsicht: für beide Geschlechter! Der Autor ist ist zwar kein Fußballfan, aber was er mit einem Samstag so richtig anfangen soll -- also ein Samstag mit Kleinkind! -- das steht dennoch in keinem der gängigen Soziologiebücher. Bei den Psychopathologen habe ich noch nicht nachgeschaut, soweit sollte es auch nicht kommen. Es herrscht jedenfalls theoretischer wie empirischer Nachholbedarf!

Lana del Rey

Die neue Lana del Rey ist da, endlich muss man sich nicht mehr mit Youtube zufrieden geben. Und jetzt? Das Album ist schön und klingt, als sei es von 1962 -- da haben wir nicht gelebt. Aber dahin haben viele scheinbar eine irritierende Sehnsucht. Entziehen können sich zur Zeit weder die Mädchen, noch die Jungs dieser feschen Dame. Die ist sexy, es ist nicht politisch korrekt das zuzugeben -- Vater und Großvater stimmen einem schließlich zu. Zeigt man ihren Video Games Clip, dann spaltet sich jedes Grüppchen denkender Menschen: Konservativ, naiv & diese Lippen: ein Alptraum. Aber die Gefühle, die man hat, wenn man Lana zuschaut, die kann man/frau sich eben auch nicht so leicht wegrationalisieren. Also entsteht Streit. Es kann also passieren, dass man als Paar den CD-Laden betritt, aber als Single wieder rausgeht. Ob ab der nächsten Woche alle Mädchen aussehen wollen wie Lana? Also eigentlich weniger wie Mädchen, sondern eher wie Frauen? Und was passiert dann mit den Männern, die ja bis an die 50 noch immer -- gemessen an diesem Frauenlook -- aussehen wie Jungs in Schlafanzügen? Schnell zum Herrenausstatter und endlich mal Schuhe mit Ledersohle kaufen! Das erste weiße Hemd? Das ist vielleicht angebracht. Wenn man die Kopfhörer dann rausnimmt und die Bahn verlässt, sollte man sich eine Ausrede für die Freundin überlegen. In den frühen 60ern war es komplizierter. Der Hemdkragen zeigt nämlich nach den musikalischen Lana-Tagträumen Abdrücke vom roten Lippenstift. Wenn die Frauen sich an Lana orientieren sollten -- inklusive der damit verbundenen Werte -- dann bekommen die Männer ein Problem! Und der Lippenstift ist dabei noch das geringste. Statt dessen Imelda May zu hören ist auch keine Lösung. Auch die ist ja eindeutig: eine Frau. Jeder Blick in ein Geschichtsbuch, USA 1962, genügt aber, damit einem unbehaglich wird. Neben Jenna Jameson gehört Lana del Rey also zu den Namen, bei denen man kurz innehalten sollten, bevor man ihn offen ausspricht!

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Thomas Manns Tagebuch lesen (Nr. 7)

Donnerstag den 12.VII.34
"Auch die Verhunzung der 'Anständigkeit'. (...) Goebbels, der erklärt, die Regierung habe das Volk über die Ereignisse des 30. Juni mit beispielloser Offenheit und Redlichkeit aufgeklärt. Die Anständigkeits-, Schlichtheits-, Tugend-Propaganda für die kleinen Leute. Man wirft ihnen die Homosexualität als moralischen Köder hin -- als ob sie nicht wesentlich zur Bewegung, zum Kriegertum, ja zum Deutschtum gehörte. Eine besondere Niedrigkeit."
Thomas Mann: Tagebuch 1934. S.Fischer, Frankfurt/Main: 1978
Ende der 1970er Jahre wird Klaus Theweleit mit seiner Untersuchung zu den "Männerphantasien" berühmt. Die mag umstritten sein und heute zeigt die Täterforschung sicher ein differenzierteres und empirisch belastareres Bild. Aber wie immer bei der Psychoanalyse: sie entwickelt eine Deutungskraft, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Vielleicht sollte man daher allein aus intuitiven Gründen Freud nie ganz ad acta legen. Theweleit zeigt an den Schriften der Krieger, Soldaten und Generäle unter anderem, wie erotisch Männer-, Schäferhund- und Pferdekörper geschildert werden. Ende der 1970er Jahre erscheint auch Thomas Manns Tagebuch und lässt wenig Zweifel daran, dass der Autor schwul war. Aber was geht aus einer unterdrückten sexuellen Orientierung hervor? Thomas Mann sieht früh und klar die verkappte Homosexualität faschistischer Männerbünde. Aber was ist mit ihm selbst? Mit seinem ungelebten Leben? Freud beschrieb zwei Triebe und die Wege der Sublimierug: Mann verwandelt sein ungelebtes Leben in hochkulturelle Textbeiträge, die mit Unglück erkauft sind. Sonst bleibt nur der fatale Mechanismus der Projektion. Der soldatische Körper verzichtet ebenfalls auf das Ausleben männlicher Erotik, und sublimiert dies mit einem Körperpanzer, mit Hass und Gewalt gegen Frauen. Die Unterdrückung wird bedroht, wenn die schönen Frauen (oder die Knaben) ins Bild laufen. Clawdia Chauchat vom Russentisch, die die Tür so laut schlägt, verfolgt den Helden des Zauberbergs. Währen die Krieger mit ihren Untaten doch fähig gewesen, zu schreiben, wahrhaft zu lesen oder zu malen! Wieviel Leid wäre erspart geblieben. Die schreibenden "Wolllüstlinge des Krieges", so Mann über Ernst Jünger, mussten selten Hand an legen, um ihr Glück zu finden. Lieber Tagebuch oder Romane schreiben. Das ist nicht viel, aber schon ein Kulturbeitrag. Ist der Weg versperrt, so bleibt die männliche Barbarei. Kultur hingegen ist gedacht als Barbareiverhinderungssystem.
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Thomas Manns Tagebücher lesen (Nr. 6)

Basel, Donnerstag den 4.V. (1933)
"Die Hauptsache ist, dass ich irgendwo zur Ruhe komme, auspacke, mich installiere und gleichmäßige Arbeitstage habe, eine förderliche Lebensordnung."
Thomas Mann: Tagebuch 1933-1934. S.Fischer, Frankfurt/Main 1977
Wie kommt es eigentlich, dass in nur 80 Jahren genau das Gegenteil vielen als "förderliche Lebensordnung" erscheint? Lieber einpacken und aufbrechen; keinen Ballast ansammeln und bloß keinen langweilenden Rhythmus der Arbeitstage haben -- so das Mantra globalisierter Arbeit. Die neuen Medien, vom TV bis zum iPad sind erfunden, damit dem Mensch nicht in der Risikozone seelischer Ruhe landet, die untragbare Bedrohungen postmoderner Identität bereit halten: Stille, Alleinsein, Konzentration, Präsens und Achtsamkeit, sich spüren und einen Gedanken zu Ende denken.
Zur Ruhe kommen, das bezieht sich bei Thomas Mann auch auf einen Alltag, der ihn befreit von allerlei Sklavenarbeit. Sein Werk entsteht, weil er nicht die Betten machen, Getränkekästen schleppen, seine Kinder hüten und die Küche putzen muss. In der emanzipierten Welt ohne Hausangestellte ist das allerdings unmöglich. Wir hätten sogar Skrupel; uns bedienen lassen erscheint als moralisches Vergehen.
Welcher Schriftsteller heute könnte sich im eigenen Haus wohl fühlen, wenn Vollpension herrschte? (Martin Mosebach natürlich ausgenommen.) Es ist ein Fortschritt, dass die gesellschaftliche Gleichheit zugenommen hat (auch wenn sie rapide wieder abnimmt). Aber aus der egoistischen Perspektive der Geistesarbeit & der Kunst, sogar die Moral außer acht gelassen: Welchen Vorteil hat es für ein Lebenswerk, wenn wir unsere eigenen Zimmermädchen und Küchenjungen sind, wenn Männer und Frauen Kinder vollzeitlich selbst umsorgen und bespielen, wenn in einer nicht-bürgerlichen Gegenwart die (klein)bürgerlichen Ordnungsvorstellungen weiter gelten? Wir sind ordentlich und reinlich bis zur Neurose, alle Zumutungen männlicher und weiblicher Drehbücher gelten für beide Geschlechter; wir lieben den Altbau, müssen aber viele viele Stunden in die Hausarbeit investieren, damit das Heim aussieht wie in "Schöner Wohnen".
Die Literaturproduktion bleibt also eine unbürgerliche Veranstaltung. Eine ihr förderliche Lebensordnung wird durch Gesetze der Erwerbsarbeit gestört. Und heute zudem noch von Hausarbeit und do-it-yourself-Ideologie. Thomas Mann hatte das seltene Glück, sogar im Exil die produktiven Arbeitsbedingungen wieder zu gewinnen. Wir müssen heute nicht ins Exil, die "förderliche Lebensordnung" ist, finanziell wie ideologisch, generell zerstört.
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Thomas Manns Tagebuch lesen (Nr. 5)

Dienstag den 4.IV.33.

"Nach dem Frühstück Gespräch mit K. über die Zukunft der Kinder, namentlich die von Klaus, auch über unsere unsicheren Aussichten, und dass eigentlich unter den Freunden in der Welt sich hilfreiche, ein Heim bereitstellende Gönner finden müssten. Die wirtschaftlichen Verhältnisse wiesen nach Südfrankreich, Italien. Aber mein Wunsch, nicht von gewohnten Kulturbedingungen abgeschnitten zu sein, nach Zürich oder Winterthur."

Thomas Mann: Tagebuch 1933-1934. S.Fischer, Frankfurt/Main 1977.


Frühstück bei den Manns, bildungsbürgerliche Morgenlage: Zukunftsfragen, Sorgenkinder, Künstlermalaise. À première vue wird hier zu feinem „Thee" und importierter Orangenmarmelade auf hohem Niveau gejammert. Der Dichter präsentiert sich in seinen Aufzeichnungen als larmoyanter Familienkantor. Tief bürgerlich und doch längst vom Durchschnittsleben ausgemustert, erklingt - gewiss auch unter dem Eindruck derneuen Machtverhältnisse - sein Klagelied: Mögen uns die Gönner beistehen!

Wie Recht er damit hatte, und noch heute hat. Denn wofindet sie statt, die „Revolution der gebenden Hand", von denen der (längst auch finanziell) etablierte Schriftsteller Peter Sloterdijk unlängst fabulierte? Wo sind sie, die Mäzene, die bunte Plakate in Cafés und Universitäten aufhängen: „Biete wahlweise Stipendium/Haus am See/Ferienwohnungim Tessin für mittellose Poeten und Denker. Voraussetzungen: keine!"; wo die Vorstandsvorsitzenden und Finanzjongleure, die aus Unmut über zu viel spätrömische Dekadenz im Investmentbanking irrlichternde Renditen in Optionenauf freie Denk- und Arbeitsräume umwandeln? - für Menschen, die kaum mehr benötigen als einen bescheidenen Unterhalt plus Büchergeld und Laptop, um krisenresistentes (Welt-) Kulturerbe zu akkumulieren.

Frühstück 2010: Immer noch Zukunftssorgen. Was soll nur aus den Kindern werden? Statt Südfrankreich Drittmittelakquise mit Teebeutel. Mäzene, bitte melden!

Christian Dries (Philosoph)

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Thomas Manns Tagebuch lesen (Nr. 4)

Sonntag den 17.XII.33

"Nach dem Thee korrespondiert."

Thomas Mann: Tagebücher 1933-1934. S. Fischer, Frankfurt/Main 1977, S. 270

Nur vier Wörter bringen eine doppelte historische Distanz zu Bewusstsein. Die erste erzählt von einer vergangenen Tischkultur, die zweite gibt Einblick in die Mediengeschichte. Tee oder Kaffee, das hieß im bürgerlichen Zusammenhang nicht nebenbei ein Heißgetränk zu schlürfen oder gar mit einem Pappbecher "to go" über den Bahnsteig zu eilen. Tee ist im Westen einerseits ein Getränk, andererseits ein kulturhistorisch bedeutender gesellschaftlicher Anlass. Für ihn wurde der Tisch gedeckt, es kamen vielleicht Gäste und die Uhrzeit stand fest. Eine Stunde wurde auf Medien verzichtet, kein Telefon störte, kein Radio dudelte nebenher. Die älteren Kinder und die Gattin, vielleicht die (Schwieger)Eltern oder geladene Gäste am Nachmittag -- eine Stunde Gespräche und passendes Gebäck. Erst der Tee, dann etwas anderes; eine Zeit vor der Erfindung des Multitasking. Erst nachdem vom Tisch aufgestanden wurde, widmete man sich etwas anderem –– der Korrespondenz. Auch die ist heute digitalisiert und somit unschädlich gemacht: Früher kamen mit der Schneckenpost wichtige Briefe, sie landeten in einer schönen, ledernen Mappe. Sie wurden archiviert. Gestärkt vom Tee am Schreibtisch sitzen, Briefe (wieder) lesen, die Antworten entwerfen und ungestört verfassen. Während man schrieb, trafen nicht neue E-Mails ein, die die eben verfasste Antwort überflüssig machen. Weder Spam noch Rundmails belästigten die Leser. So entstanden bedeutende Werke neben den Romanen. Fontane, Kafka, Rilke; Heinrich, Thomas und Klaus Mann: sie wären auch dann bedeutend, wenn nur ihre Briefe gerettet worden wären.

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Kein Hitzefrei für die Soziologie

Die Gesellschaftstheorie beschäftigt sich mit nahezu allen Aspekten, die ihr relevant erscheinen. Der Einfluss der Religion sei unterschätzt, konnte man neulich lesen. Aber eins erscheint gar nicht: DIE HITZE! Die ist keine psychologische Eigenschaft, sondern hat strukturelle Wirkung. Sie verändert, was Menschen tun und lassen können. Es gibt gegen sie kaum Schutz. Während Bewegung gegen Kälte hilft, sind wir hohen Temperaturen einfach ausgeliefert. Dass es kein schlechtes Wetter gäbe, sondern nur die falsche Kleidung -- dieses Sprichwort definiert ungute Wetterlagen nur im Hinblick auf Kälte und Regen; dabei sind die kaum ein Problem mehr, seit der Mensch Wolle verarbeiten kann und Regenschirme benutzt. Und richtige Kleidung hilft eben nicht gegen Hitze; die Nackheit hat gleich mehrere Limitationen, selbst in der pornographisierten Gesellschaft: wir können weder nackt zur Arbeit gehen, noch mehr als alles ausziehen. (Fragen Sie einmal einen Lehrer.)

Dass die Hitze auf die Kultur einwirkt, sehen wir in den Ländern, in denen man zu Leben versteht: Italien, Spanien, Portugal, Südfrankreich, Griechenland. Siesta ist dort kein moralisches Vergehen, sondern lebensbejahende Anpassung. Sie erhöht die Geburtenrate, lässt die Menschen in Ruhe essen und Lethargie als Kulturgut erscheinen. Mann rührt langsam den nächsten Espresso um. Das Wetter könnte sich also als Gegenmacht zu Beschleunigung und zum flexiblen Kapitalismus erweisen. Wenn in Spanien die Wirtschaftspolitiker schimpfen, die Siesta sei ein wirtschaftlicher Nachteil, dann wünscht man sich die sofortige Entfernung der vollklimatisierten Herren aus ihren Ämtern. Der Kulturbeitrag der Siesta ist ebenso wichtig wie die Gemälde im Prado. Es gibt Volkswirte, die denken -- noch Max Weber und nicht nur Mathematik wahrnehmend -- über den Zusammenhang von Konfession und Arbeitsmoral nach. In protestantischen Ländern wird länger gearbeitet und weniger Urlaub gemacht; die Menschen sind unzufriedener. (Zudem dürfen sie nicht sündigen, weil sie nicht beichten können.) Aber was ist mit dem Wetter? Mit der Hitze? Ist Südeuropa deshalb katholisch? Und ist das in der postsäkularen Gesellschaft überhaupt die zeitgemäße Lösung?

Also ein weiterer Vorschlag für ein Graduiertenkolleg: "Wetter, Kultur und Gesellschaft"! Die Gruppe sollte unbedingt im Süden ansässig sein und sich erst ab 30°C treffen.

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Thomas Manns Tagebuch lesen (Nr. 3)

Basel, Dienstag den 2.V.33.

"Gestern Diner im Hotel, mit Bermanns und Annette, die mein sehr angegriffenes Aussehen feststellte. Man hielt sich nachher in einem großen, zurückgelegenen Salon auf, Annette spielte auf dem schlechten Piano eine schöne, vertraute Melodie von Chopin, und wir tranken Lindenblütenthee mit einer Citronenscheibe. Während des Essens war ich sehr erschöpft gewesen, wurde aber nachher stärker ..."


Thomas Mann: Tagebücher 1933-1934. S. Fischer, Frankfurt/Main 1977, S. 68

Mann trinkt nur Tee, nie Kaffee. Das lässt der Magen nicht zu, aber Tee passt auch besser -- die durchgängige altmodische Schreibweise mit "h" steigert noch diese Kultiviertheit. In den russischen Romanen, die er so liebt, wird ständig Tee gereicht; selbst noch in den schäbigen Hinterzimmern in Dostojewskys Romanen. Aber das Anette Kolb, die Halbfranzösin, gerade Lindenblütentee reicht, das kann doch kein Zufall sein. Findet sich da ein Proust-Fanclub zusammen?: "Und dann war mit einem Male die Erinnerung da. Der Geschmack war der jener Madeleine, die mir am Sonntag morgen in Combray (weil ich in diesem Tage nach dem Hochamt nicht aus dem Hause ging) sobald ich ihr in ihrem Zimmer guten Morgen sagte, meine Tante Léonie anbot, nachdem sie sie in ihren schwarzen oder Lindenblütentee getaucht hatte." Auch die Erinnerung des Grüppchens in Basel findet zurück in eine untergegangene Vergangenheit. Bei Proust wird sie erinnert, in Deutschland ungute Wiederkehr. Das deutsche Exilgrüppchen ist gezwungen "von deutschen Dingen" zu sprechen. Mann, der noch den ersten Weltkrieg befeuert hatte, findet das Gegenwärtige "eine neue Form der alten deutschen Kultur-Quatscherei"; einmal mehr zeigt sich der Wandel seiner (politischen) Einstellung. Gewünscht hätte man ihnen eine Beschwörung vergangenen Salon-Lebens in Manns Münchener Villa, die sicher proustsche Züge annehmen könnte.

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Thomas Manns Tagebuch lesen (Nr. 2)

Dienstag den 4. IV. 33

"Der Schlaf hat ohne Nachhilfe keine rechte Ausdauer, ich erwache früh bei großer Müdigkeit am Abend."

Thomas Mann: Tagebücher 1933-1934. S. Fischer, Frankfurt/Main 1977, S. 36

Warum können die Dichter nicht schlafen? In Vladimir Nabokovs Autobiographie finden wir den legendären Satz "Im Einschlafen bin ich mein ganzes Leben lang schlecht gewesen." In Franz Kafkas Tagebuch den Eintrag: "Schlaflose Nacht. Schon die dritte in einer Reihe. Ich schlafe gut ein, nach einer Stunde aber wache ich auf, als hätte ich den Kopf in ein falsches Loch gelegt." (2.10.1911). Thomas Mann liefert in seinen Tagebüchern freudig Auskunft über alle gängigen Schlafmittel, die er nutzt wie Lutschbonbons. "Brom. Müde, niedergeschlagen." (9.3.1933), allerlei Namen pharmazeutischer Präparate tauchen immer wieder auf. Die Nacht ist keine Erholung, sie ist ein Gegner, sie wird zum Kampf. Aber womit? Herta Müller dachte als Kind, die Nacht sei aus Tinte gemacht -- eine Fantasie, die doch einem Dichter, zumindest zu Manns Zeiten, keine Alpträume bereiten sollte. Wenn sie aber alle nicht schlafen konnten, was taten sie? Thomas und Katia Mann hatten getrennte Schlafzimmer, wie auch Friedrich Schiller (das wäre Manns Vorbild Goethe nicht passiert!). Sex kam also nicht in Frage, der gefährdet wohl auch die Sublimierung. Einen Dichter, zumindest einen klassischen, können wir (Deutschen) uns nicht zugleich als sexuellen Helden vorstellen. Daran ändert auch Schnitzler nichts! Dichter haben in der romantischen Fantasie weder Familie noch erfülltes Sexualleben oder nur ein durch Syphilis gefährdetes Sexualleben (man denke an Franz Schubert). Sie schlafen nicht und sie haben keinen Sex und gelesen haben sie schon tagsüber. Es fehlt also eine Literaturgeschichte der Schlaflosigkeit -- ob die eines Tages ein Graduiertenkolleg liefern wird?

Blog-Tags: Kunst | Literatur

Thomas Manns Tagebuch lesen (Nr. 1)

Donnerstag, den 16.III.1933

"Obgleich ich leidlich geschlafen, waren heute vom Erwachen an meine Nerven in schlechtem, beängstigenden Zustande. Die Trennung von den Meinen flößt mir Furcht ein, obgleich ich mich dessen schäme. Verzweiflung an meiner Lebensfähigkeit nach der Zerstörung der ohnedies knappen Angepaßtheitssituation."

Thomas Mann: Tagebücher 1933-1934. S.Fischer, Frankfurt/Main 1977, S. 6

Der Dichter vermisst seine Villa in München, seinen streng geregelten Arbeitsalltag: Morgens am Roman schreiben, nachmittags Briefe und "profunde" Lektüre, abends Musik hören und leichtere Lektüre. Freunde und die Kinder raten dringend ab, nach Deutschland einzureisen. Keiner weiß, wie unberechenbar die neue politische Polizei ist und ob nicht schon der "Schutzhaftbefehl" ausgestellt ist, auf dessen Grundlage man den Nobelpreisträger nach Dachau gebracht hätte. Auf der Vortragsreise wird er von der Machtergreifung überrascht und er ahnt noch nicht, dass er vor 1945 gar nicht mehr zurückkehren wird können. Die innere Unabhängigkeit, auch von der Familie, gerät in dieser existenziellen Situation in Gefahr. Obwohl Dichter die Freiheit brauchen, ist sie doch wohl mehr eine gepflegte Illusion. Das erkennt Thomas Mann, für den Geistesmenschen Grund genug, sich zu schämen. Selbst in der heimischen Villa, in der Mann ein großbildungsbürgerliches Leben lebt, fühlt er sich nicht aufgehoben. Intellektuelle sind, ganz gleich wie groß die Anerkennung ist, die sie bekommen, einsam. Auch unter Menschen fühlen sie sich meist allein. Sie sind unglücklich, sie widmen ihr Leben der Lektüre und dem Schreiben, beides Tätigkeiten mit dissozialen Zügen. Das Gefühl, entführt worden zu sein, bestimmt Mann auch vor 1933; aber es steigert sich zu Angst und Nervosität, wenn zum existenziellen Gefühl des Entführtseins noch die reelle Vertreibung tritt.

((Mit diesem Beitrag beginnt eine Reihe im sg-Blog, in der Fundstücke aus Manns Tagebüchern freigeistig und gelegenheitsphilosophisch interpretiert und kommentiert werden. Es sind nur 5000 Seiten; ich werde Gastautoren hinzuziehen. Das Projekt könnte eine längere Laufzeit haben, vielleicht sieben Tage, oder, wer weiß, vielleicht werden es sieben Jahre werden?))

Blog-Tags: Kunst | Literatur

Volksherrschaft und Liberalität

Heute wird der Bundespräsident gewählt. Der Tag wird in deutlichem Licht zeigen, welches Verständnis die Berufspolitiker von ihrem Amt haben. Vor allem zwei, mehr oder minder radikale politische Kräfte, zeigen heute ihr wahres Gesicht: Die LINKE möchte sich lieber doch nicht von der DDR distanzieren, ein Bürgerrechtler ist ihnen zu bürgerlich. Freiheit und Sozialismus sind für die Sozialisten keine gute Kombination. Die FDP, sonst mit großer Neigung zu "Anti-Kommunisten" (wie es früher hieß), wird zeigen, ob sie einen Kämpfer für die Freiheit wählen will. Joachim Gauck ist vor allem ein liberaler Mensch, der für den Rechtsstaat eintritt, für Selbstverantwortung und Mut. Nach eigener Aussage ist der FDP aber ein konservativer Katholik lieber -- soviel zur Liberalität dieser Partei. Sie ordnet sich, wie zu Zeiten Helmut Kohls, auf Zuruf einfach unter. Und die "bürgerliche" CDU/CSU? Auch die wird sich zu einem BÜRGERrechtler nicht bekennen, das geht wohl zu weit, auch weil Gauck mit christlichen Werten Ernst macht. Die Parteien mit dem "C" in Namen wollen keinen Theologen. Aber warum eigentlich nicht? Hatte nicht die CSU selbst Gauck schon einmal vorgeschlagen?

Vielleicht ist das der Nachteil der reinen Berufspolitiker, sie vergessen über ihren parteipolitischen Reinheitsgeboten die politischen Kernwerte ihrer Einstellung: Was es heißt, liberal zu sein, das müsste die Friedrich-Naumann-Stiftung den Parteimitgliedern erst noch beibringen. Welche Werte mit der Bürgerlichkeit verbunden sind, könnte die Adenauer-Stiftung in die CDU kommunizieren. Und vor allem: das der Bundespräsident keine bloße Schachfigur im Parteienspiel sein darf. Ähnlich den Verfassungsrichtern agiert er nicht für eine Partei, sondern im übergeordneten demokratischen Sinne. In diesem Sinne agieren heute in der Bundesversammlung die Wahlmänner wahrscheinlich nicht; wenn doch, wäre das eine sehr gute Nachricht für die deutsche "geglückte Demokratie".

Blog-Tags: Politik

Lassen Sie es sich schmecken!

Es gibt Filme, die suggerieren, jeder müsse Veganer werden. Der Dokumentarfilm Earthlings gehört nicht dazu. Er stellt die Fragen nach Minimalstandards, es geht um Respekt. Wie geht der Mensch mit Tieren um? Gerade der Westen macht viel Aufhebens um ethische Fragen, aber sogar das Christentum mit seinen hohen moralischen Zumutungen hat die Tiere vom Tötungsverbot ausgeklammert, auch wenn sich dazu Begründungen in der Bibel nicht finden. Es heißt sehr einfach: "Du sollst nicht töten." Albert Schweizer hat darauf hingewiesen: "Geschöpfe" Gottes sind mit gewissem Respekt zu behandeln, sie sind keine bloße Ware.

Es geht in Earthlings nicht um Sonderfälle oder Extreme, sonder um den Alltag in jedem vorstädtischen Industriegebiet. Dort finden sich, außerhalb unserer Sichtweite, die Fabriken, die Fastfoodketten, Discounter und Supermärkte mit Fleisch versorgen. Es ist scheinbar ganz einfach, man tut, was alle tun: Ins Regal greifen und an der Kasse zahlen, ein unschuldiger Akt. Allerdings nur, solange die Produktionsrealität der Fleischindustrie verdrängt werden kann. Wer sich den Dokumentarfilm zutraut, der bekommt etwas zu Gesicht, was lebenslang im Gedächtnis haften bleiben wird. Man hat es sich grauenvoll vorgestellt, aber Earthlings zeigt Bilder, die jenseits der Vorstellungskraft liegen. Er zeigt es im ästhetisierten Stil, mit der Musik von Moby unterlegt. Anschließend liegt man wach um Bett und droht den Glauben an die Menschheit zu verlieren! Was tun?

Woher nimmt sich unsere Gattung das Recht, so mit fühlenden Wesen umzugehen? Den eigenen Hund traut sich kaum noch einer zu schlagen, weil das Gewissen sich dann meldet. Nur: Warum lieben wir Haustiere und die sentimentalen Tiersendungen, aber lassen zu, was Earthlings zeigt? Warum finanzieren und legalisieren wir Fabriken, in denen 24 Stunden am Tag geschieht, was in Worte nicht mehr zu fassen ist? Der Film Earthlings ist also notwendig. Keiner kann behaupten, er hätte nicht gewusst, was geschieht. Der Trailer steht frei im Netz, jeder hat dazu Zugang -- und es ist zu hoffen, das viele den Mut aufbringen, sich anzuschauen, welche Folgen leichtfertig ausgegebenes Geld haben kann. Der Film ist schon deshalb etwas besonderes, weil man davon ausgehen kann, das allein der Trailer die Welt verändern wird:

http://www.earthlings.com/

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Greuel im Schullandheim

"Die Schule hat eine immanente Tendenz, sich als Sphäre eigenen Lebens und mit eigener Gesetzlichkeit zu etablieren. Schwer zu entscheiden, wie weit das notwendig ist, damit sie ihre Aufgabe erfüllt; sicherlich ist es nicht nur Ideologie. (...) Jedenfalls hat, weil nun einmal die Schulleute nicht sich hineinreden lassen wollen, die Abgeschlossenheit der Schule immer auch die Tendenz, sich zu verhärten, zumal gegen Kritik. Tucholsky gab dafür das Beispiel jener bösartigen Landschulheimvorsteherin, die irgendwelche Greuel, die sie gegen ihre Zöglinge begangen hat, gegenüber dem freundlichen Liebespaar, das dagegen protestiert, mit der Erklärung rechtfertigt: "So wird das hier gemacht." Ich möchte nicht wissen, wieviel "So wird das hier gemacht" die Praxis des Schullebens nach wie vor beherrscht. Diese Haltung wird tradiert. Begreiflich wäre zu machen, das Schule kein Selbstzweck, dass ihre Geschlossenheit eine Not und nicht die etwa von Gustav Wynekens törichte Formel von der Jugendkultur als einer eigenen Kultur, sie gemacht hat, die ja heute in der Ideologie von der Jugend als Subkultur eigene Urstände feiert."

Theodor W. Adorno: Tabus über dem Lehrberuf. (1965). In: Ders. Gesammelte Schriften 10.2. Suhrkamp, Frankfurt/Main: 1997, S. 670 f.

Biographisches (Lohn)Abstandsniveau

Wer arbeitet soll mehr haben als ein "Transferempfänger", dafür plädiert der Außenminister. Ich plädiere dafür auch! Dass Krankenschwestern und Kellnerinnen, seine liebsten Beispiele, im reichsten Land der Welt schlicht viel zu wenig verdienen, kommt dem Vizekanzler aber leider gar nicht erst in den Sinn. Da Deutschland, anders als andere Länder, sich nicht für einen Mindestlohn entscheiden kann, müssen viele Menschen staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen, obwohl sie die ganze Woche arbeiten. Mit dem Lohnabstandsniveau stimmt also tatsächlich etwas nicht: Es ist zwischen mittlerem Management und denen ganz oben exorbitant und unverhältnismäßig hoch! Es ist unten viel zu gering, weil in den Berufen, die von Frauen (und von Ausländern) ausgeübt werden, ein erniedrigender Lohn gezahlt wird. Von zu hohen Sozialleistungen kann nicht die Rede sein -- wie sonst ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zu verstehen? Der Missbrauch staatlicher Leistungen sollte natürlich genauso konsequent verfolgt werden, wie die traditionellen Vergehen der schwarz-gelben Wählerschaft: schwarze Kassen, strategische Parteispenden oder Steueroasen -- alles schadet nämlich denen, die ihre Steuern pflichtbewusst zahlen.

8% der Wählerschaft sehen das zur Zeit ganz anders. Warum? Da hilft vielleicht der exemplarische Blick auf den Außenminister: Abitur, 7 Jahre Jura-Studium, Parteikarriere, noch einmal Uni (Promotion), keine Familie zu versorgen, Beamter & privatversichert (!), nie ein öffentliches Verkehrsmittel gesehen. Wahrscheinlich über die längste biographische Zeit vollfinanziert, beide Elternteile Anwälte. Und das in einer Studienzeit ohne Studiengebühren, ohne rigiden BA-Stundenplan und in einem wohlhabenden, verschlafenen Beamten-Kleinstädtchen. Das ist einerseits eine Glückssituation und dafür muss sich kein Mensch schämen. Andererseits lässt sich aus dieser Erfahrungswelt heraus nicht auf die real existierende Gesellschaft im Jahr 2010 schließen. (Wir haben übrigens auch wieder eine "Familienministerin", die nichts als die Uni kennt.)

Hier fehlt nicht nur die Erfahrung, mit einem Job für ein paar Euro die Stunde ein Leben finanzieren zu müssen oder sogar für eine Familie die Verantwortung zu tragen. Hier spricht ein ganz unreflektiertes, einfach ererbtes kulturelles und ökonomisches Kapital -- und übt sich im Kurzschluss. Nicht nur das Lohnabstandsniveau stimmt nicht; bei einigen Politikern stimmt auch das biographische Abstandsniveau zu denen, die sie vertreten, nicht: es ist zu groß.

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Automobile Männlichkeit

Aufklärerische Werbung versucht den Menschen beizubringen, ihr Automobil stehen zu lassen, Carsharing zu betreiben, das Auto zu verkaufen oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Das ist preiswerter, bequemer, es vereinfacht den Drogenkonsum und -- vor allem -- es ist umweltfreundlich. Stimmt alles. Aber selbst gegen rationale Argumente sperrt sich oft gerade das Geschlecht, welches vorgibt, rationaler zu sein: die Männer. Die Argumente laufen ins Leere, die Männer haben ungebrochene "Freude am Fahren". Warum bloß?

Es geht hierbei nicht um Logik, sondern um Psychologik. Der 18. Geburtstag ist (nicht nur in ländlichen Regionen) die entscheidende Statuspassage der Männerbiographie. Es ist der Tag, an dem der Junge endlich zum Mann wird; nicht weil er einen Drachen erlegt, sondern weil er den Führerschein erworben hat. In vielen Milieus sind Menschen ohne Führerschein weder Männer, noch ernst zu nehmende Menschen oder Erwachsene. Die "Fahrerlaubnis" ist in Deutschland konstituierender Bestandteil der Männerbiographie, sie ist basaler Identitätsbaustein. Wer die Fahrerlaubnis verliert -- hier ist die Alltagssprache verräterisch! -- muss zum "Idiotentest", der eigentlich Medizinisch-psychologische Untersuchung heißt. Männer ohne die Befugnis ein Auto zu lenken sind im Volk der Autofahrer also gleich Idioten? Ein mysteriöser Kurzschluss!

Die Ökobewegung sollte also weniger Sachargumente anbieten -- die haben auf automobile Männlichkeit wenig Einfluss. Sie sollte anfangen, ein Männerbild zu dekonstruieren, in dem das Auto wichtiger ist als die Liebe, wichtiger als guter Geschmack oder (Umwelt)Ethik. Eigentlich könnte das erste ordentliche Fahrrad, der erste Kuss, der Augenblick, in dem man sein TV verkauft, die ersten rahmengenähten Schuhe oder der erste Whisky die Initiation für Männlichkeit sein. Auch das wäre nicht rational, aber psychologisch ein Fortschritt. Es würde die Damen mehr beeindrucken als ein Scheingeländewagen. Und es wäre: Umweltverträglicher!

Blog-Tags: Psychologie
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