Naturwissenschaften

So bekommen Bakterien ihr Fett weg

Forscher am Max Plack Institut für Infektionsbiologie in Berlin haben jetzt herausgefunden, wie Baktieren menschlichen Zellen Fett entziehen können. Ähnlich wie Viren leben auch einige Bakterien innerhalb von Zellen und sind, da sie die Zelle nicht verlassen können, um draußen Nährstoffe aufnehmen zu können, darauf angewiesen, den Zellen, in denen sie leben, Nährstoffe zu klauen.

Die Forscher am Max Planck Institut um Dagmar Heuer und Thomas Meyer konnten jetzt zeigen, wie eine bestimmte Spezies, die Chlamydien, innerhalb einer Zelle an das lebenswichtige
Fett kommen: sie manipulieren ein zelluläres Protein, das so genannte Golgin 84, das normalerweise in der Zelle wichtig ist um den Fetthaushalt zu steuern. Durch diese Manipulation verliert die Zelle die Kontrolle über das zentrale Fett-Verteilungs-System, den so genannten Golgi-Apparat. Die Bakterien, die nun Kontrolle über den Golgi-Apparat haben, versammeln ihn um sich herum und haben so direkten Zugang zum Fett der Zelle. Wenn die Forscher die Bakterien daran hinderten, den Golgi-Apparat zu entführen, konnten die Bakterien sich nicht mehr so gut vermehren.

Die Ergebnisse der Forscher wurden im Fachmagazin Nature veröffentlicht.

Forscher gesucht!

Die Magisterarbeit in der Wildnis schreiben? Theorie mit Praxis verbinden? Die Naturschutzorganisation PANparks gibt jungen Forschern die Gelegenheit dazu. Die WWF (World Wildlife Fund) – Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die letzten Flecken Wildnis in Europa zu schützen und bietet Studierenden, Doktoranten und interessierten Forschern Forschungsprojekte in den Bereichen Artenvielfalt, nachhaltiger Tourismus sowie Marketing und Kommunikation an. Geforscht wird in elf europäischen Nationalparks, die dem PANparks Netzwerk angehören und sich vom nördlichen Polarkreis bis zur Iberischen Halbinsel erstrecken.

Die genauen Forschungsziele werden von den einzelnen Parks vorgegeben. „Bewerber können auch eigene Vorschläge einreichen. Wir überprüfen dann, ob ein Park an dem Thema Interesse hat und helfen mit der Logistik“, sagt Zoltan Kun, Direktor von PANparks. Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung sind u.a. gute Englischkenntnisse, denn auch die Forschungsarbeit muss in Englisch verfasst werden

Weitere Infos unter http://www.panparks.org/ bzw. zkun@panparks.org .

Die Zukunft der drahtlosen Datenübetragung

Bei der Nutzung so genannter Terahertz-Wellen gelang einem Forscherteam aus Braunschweig jüngst ein bedeutender Schritt in Richtung Zukunft der drahtlosen Kommunikation. Mit den Wellen, deren Frequenzbereich laut Pressemeldung der TU Braunschweig zwischen dem von Mikrowellen und Infrarot liegt, übertrugen sie ein Videosignal über 22 Meter. Das Verfahren soll künftig die Übertragung großer Datenmengen ermöglichen, kommt jedoch aufgrund des geringen Energiegehalts der hochfrequenten Strahlung nur schwer über einzelne Räume hinaus. Dazu passend der Versuchsraum: ein Flur der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) .

Mathematik für Jedermann

2008 ist das Jahr der Mathematik. In wie weit die in den kommenden Monaten beginnenden Projekte von Dauer sind, muss die Zeit zeigen. Bereits seit 1967 gibt es das Projekt Wurzel-Zeitschrift für Mathematik : eine mathematische Zeitung für alle, die mathematische Aufgaben lösen oder veröffentlichen wollen, die Interessantes aus der Geschichte der Mathematik, kluge Beweise oder das neueste zu den Mathematik-Olympiaden lesen möchten. Die Texte richten sich an den durchschnittlich gebildeten Mathematikinterssierten - es handelt sich also in keinem Fall um eine Fachzeitschrift!

Die Wurzel wird von dem Verein Wurzel-Verein zur Förderung der Mathematik an Schulen und Universitäten e.V. herausgegeben und wesentlich von Studierenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena ehrenamtlich betreut. Auf den Webseiten des Vereins www.wurzel.org kann ein Probeheft herunter geladen werden.

Keine Angst vor Quantenphysik

Physik ist schon eine schwierige Sache. Besonders schwierig zu verstehen ist aber die Quantenphysik , da diese nach anderen Regeln zu funktionieren scheint, als unsere unmittelbar wahrnehmbare Lebenswelt. Wem hierbei schon in der Schule der Durchblick gefehlt hat, dem sei dieses Video hier empfohlen, welches die Grundlagen der Quantenphysik am Beispiel des klassischen Doppelschlitzexperiments sehr verständlich und spannend erläutert.

Vorsicht Nebenwirkungen!!! Bei Nicht-Physikern kann das Video durchaus zu einer allgemeinen Verunsicherung hinsichtlich des eigenen Weltbildes führen;-) (Direkter Aufruf: sevenload.com )

Neuer Name für Fossil gesucht

Im Blog tiefes leben bittet Björn Kröger um Unterstützung bei der Namensgebung für ein "bisher unbekannte Nautiloideen", was wohl eine Art Ammonit zu sein scheint ( Ammonit bei Wikipedia ). Das versteinerte Tier erinnert mich stark an ein angeknabbertes Frühstückshörnchen. Vielleicht hat aber jemand eine bessere Idee ...
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