Meinungen

Entzauberte Mär von der Allmacht des Marktes

Bär und Bulle Weltweit schnüren Regierungen milliardenschwere Hilfspakete, um angeschlagene Banken zu retten, verunsicherten Bürgerinnen und Bürgern Vertrauen einzuflößen und ein Abgleiten ihrer Volkswirtschaften in die Rezession zu verhindern. Stehen wir nun vor dem Ende des globalen Kasinokapitalismus - einem System, in dem das weltweite Devisengeschäft den Handel mit Waren und Dienstleistungen um das 70-fache übersteigt?

Die Generation Dr. Golf geht in Rente

* Eine Dozentenstelle im BA-Studiengang – kein ungewöhnlicher Job für die Post-Docs der Generation Golf. Dieser Berufsalltag hat viele in die innere Emigration getrieben. Frustrierendes aus der schönen neuen Welt der Berufshochschule.

Wir Bildungsoldies

* Die Deutschen sind lernfaul und starten viel zu spät ins Berufsleben - so singt uns eine Leier, die in der Presse regelmäßig ihre schiefen Töne spielen darf. Höchste Zeit für den Einspruch eines Bildungsoldies.

Ingenieurin? Nein danke.

Notausgang Ingenieure werden überall gesucht und allem Anschein nach gut bezahlt. Da sich Neu-Studierende eigentlich nie um die Plätze an den technischen Fakultäten prügeln, sind sie offenbar zu dumm, ihre Chance zu erkennen und zu faul, das harte Studium auf sich zu nehmen. Oder steckt doch mehr hinter der Ing.-Schmähung deutscher Hochschüler?

Freiheit als Herausforderung – Zwölf Thesen zur Universität der Zukunft

Birger P. Priddat Birger P. Priddat ist Professor für Politische Ökonomie und Präsident der renommierten Privatuniversität Witten/Herdecke. In sciencegarden veröffentlicht er 12 Thesen zur Universität der Zukunft.

Mehr als eine Idee von Gutmenschen: Überlegungen zum christlich-muslimischen Dialog

* Immer wieder wird ein Dialog zwischen den Religionen eingefordert. Manche tun dies angesichts zahlreicher Selbstmordattentate oder der Anschläge vom 11. Sept. 2001 als eine Idee von Gutmenschen ab. Doch welche Basis gibt es überhaupt für einen Dialog zwischen Christen und Muslimen? Welche Perspektiven für einen interreligiösen und interkulturellen Dialog lassen sich aus der gemeinsamen Geschichte aufzeigen?

Erzähl' mir was von Relevanz!

Aristoteles Außer uns auf methodisch solider Basis mit Erkenntnissen zu versorgen, soll Wissenschaft heute auch gesellschaftlich relevant sein. Wenn nicht, droht der betreffenden Disziplin mittelfristig ein Versiegen der Geldquelle. Doch auch die Berücksichtigung gesellschaftlicher Forderungen hat ihren Preis. Skizze eines Balanceakts.

Science doesn't matter

„Gesellschaftliche Relevanz“ soll das alleinige Kriterium für den neuen Promotionspreis der Körber-Stiftung sein. Er rückt an die Stelle des etablierten Deutschen Studienpreises. Auf einer Tagung in Hamburg wurde gefragt, was das überhaupt sei. Unser Redakteur Frank Berzbach gibt darauf ungefragt, also provokant Antwort.

Was ist gesellschaftlich relevante Wissenschaft? Plädoyer für den Abbau (gesellschafts)politischer Grenzen

Tim Engartner Je länger und intensiver man sich ein Forschungsfeld erschlossen hat, desto weniger ist man bereit, von gewonnen Einsichten abzurücken. Gesellschaftlich relevant ist Wissenschaft aber nur dann, wenn sie (gesellschafts)politische Grenzen überschreitet, Meinungen Andersdenkender nicht nur respektiert, sondern fruchtbar macht, und Raum dafür schafft, dass Menschen auf der Grundlage neu gewonnener Erkenntnisse umdenken können.

Macht hoch die Tür

Alte Uni Die Gesellschaft ist im Wandel – und mit ihr die Universität. Neben den jungen Bachelor- und Masterstudenten tummeln sich immer mehr Alte in den Seminarräumen, um mit dem lebenslangen Lernen Ernst zu machen. Doch die Hochschulen sind damit überfordert – und sollten reagieren.

Natürlich normal – wie Argumente aus der Steinzeit unsere Gesellschaft prägen

Neandertaler Die Natur muss für vieles herhalten. Neuerdings hat sie auch in sozialen Fragen wieder Konjunktur: Normal ist, was „natürlich“ ist. Für die Freiburger Soziologin und Genderforscherin Nina Degele sind die Geistes- und Sozialwissenschaften gefordert, mit diesem Unsinn aufzuräumen.

Umwelt ohne Bewusstsein

Seit das UN-Expertenpanel IPCC immer lauter vor dem Klimakollaps warnt und Russland seinen Nachbarn im kalten Winter 2006 nicht ohne politischen Hintergedanken den sprichwörtlichen Gashahn abdrehte, ist die Energiefrage aus der Müsli-Ecke auf die Vorderbühne der öffentlichen Debatte aufgestiegen. Für das Umweltbewusstsein ein zweischneidiges Schwert.

Haltet ein, Kollegen!

Publikationszwang und Artikelflut sind zwei Seiten derselben Medaille: Unsinnige Vorgaben aus der Wirtschaft, zweifelhafte Qualitätskriterien und gestiegener Karrieredruck schaden dem hohen Ansehen der Geistes- und Sozialwissenschaften. Eine Selbstbeschränkung tut Not.

Apokalypsenangst

Der jüngste Report des Weltklimarates schätzt die Folgen des voranschreitenden Klimawandels dramatisch ein. Nur rasches und bestimmtes Handeln könnte das Schlimmste noch verhindern. Endlich scheint ein umweltpolitisches Umdenken stattzufinden. Doch werden tatsächlich die richtigen Maßnahmen ergriffen? Panischer Aktionismus könnte mehr schaden als nützen.

Wer hat, dem wird gegeben

Der Deutsche Studienpreis ist 10 Jahre alt und etabliert – und wird leider abgeschafft. Ersetzt wird er durch einen Promotionspreis, bei dem nicht mehr eine Fachjury, sondern ein prominent besetztes Kuratorium entscheiden soll. Statt einer Vielzahl von Preisen wird es nur noch ganz wenige Preisträger geben. Studierende und Fachhochschüler dürfen nicht mehr mitmachen. Warum nur? Eine kritische Anfrage von Studienpreis-Alumni.

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