Kultur & Gesellschaft
Das Kreuz der Symbole. Von Osterreitern und Kreuzträgern
3. April 2010 - 9:47 | Autor: Robert Langer | Typ: Fundstücke
Der Mensch hat keinen Wert, sondern eine Würde
19. Februar 2010 - 19:30 | Autor: Annabel Bayatloo | Typ: Meinungen
Leidest Du noch, oder deprimierst Du Dich schon?
13. Januar 2010 - 4:26 | Autor: Benedikt Rogge | Typ: Meinungen
Cocaine is a central commodity of the neoliberal age; so, too, its re-processed form (“crack”) for the desperately poor. If we look at cocaine as a social hieroglyph we may glimpse some of the distinguishing features of the contemporary world.
In seinem jüngst auf Deutsch erschienenen Essay Von Menschen und anderen
Tieren verabschiedet John Gray mit großer Geste die Moderne, liebäugelt
mit dem Taoismus und empfiehlt seinen Lesern Zoobesuche.
Wenn das Gehirn nicht mehr so will wie früher, muss die Ursache keinen physischen
Ursprung haben. Die so genannte Pseudodemenz ist ein Symptom, an dem unter Depressionen
Erkrankte leiden. Es stört die Leistungsfähigkeit des Gehirns beträchtlich,
bleibt aber oft lange unentdeckt, da nur Experten die Anzeichen erkennen.
In der Lausitz begehen die Sorben mit dem Osterreiten das Osterfest mit einem
jahrhundertealten christlich-heidnischen Brauch. Können solche Traditionen uns
auch heute noch zu neuen Lebensentwürfen inspirieren?
Wie viel ist ein Mensch wert? Das lasse sich nicht beziffern, sagt der Theologe
und Ethiker Dr. Frank Martin Brunn und argumentiert: Der Mensch hat eine Würde,
und die ist nicht abstufbar. Ein Gespräch über die ethischen Konzepte zur Würde
des menschlichen Lebens – auch in umstrittenen Bereichen der Forschung.
Bei der Depression dürfen wir nicht nur auf das kranke Individuum schauen. Wir
müssen auch die gesellschaftlichen Ursachen des Leidens erkennen. Um die Depression
zu bekämpfen, fordern viele eine bessere Diagnostik und therapeutische Versorgung.
Der psychiatrische Blick übersieht jedoch die gesellschaftlichen Ursachen und
die politische Dimension depressiver Symptome. Das darf so nicht bleiben.
Am
14. Dezember 1989 verstarb der russische Physiker und Friedesnobelpreisträger
Andrej Dmitrijewitsch Sacharow. Sein Einsatz für nukleare Abrüstung und Menschenrechte
ist auch nach 20 Jahren ein leuchtendes Vorbild.
Schalldichte
Räume, Google, ein künstlicher Gaumen im Mund – was auf den ersten Blick eher
nach einer Mischung aus Naturwissenschaft und Informatik aussieht, gehört zum
Handwerkszeug der Sprachwissenschaftlerin Pia Bergmann. Sie erforscht am Projekt
„Grenzmarkierung in deutschen Komposita“ wie Wortgrenzen lautlich wiedergegeben
werden.
Vor
15 Jahren wurde in Moskau der Journalist Dmitrij Cholodow ermordet. Seine Mörder
bleiben auf freiem Fuß. Es war der erste politische Journalistentod im neuen
Rußland – der Anfang einer Serie.
Alle
Menschen haben eine Weltanschauung – aber welche? Der „Philomat“, ein Weltanschauungsermittlungsapparat
in Buchform, hilft uns, das herauszukriegen. Spielerisch und anspruchsvoll zugleich
gibt er dem eigenen Denken einen Namen und führt in die Philosophie ein, ohne
sich anzubiedern.
Stellen
Sie sich vor, Sie finden am Strand eine Flasche mit folgender Botschaft: „Meet
me here at the same time next year with a stick about this long“. Welche
situativen Faktoren, welche Gesten und welche Blickorientierung sind notwendig,
damit ein Gegenüber versteht, welchen Ort oder welchen Gegenstand jemand mit
hier oder das da meint? Und woran liegt es, wenn das in der
Interaktion nicht klappt?
Über
den Reichtum einer entwickelten Gesellschaft entscheidet heute in erster Linie
das Netzwerk von Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft. Das amerikanische
Netzwerk ist anders verdrahtet als das Europäische. Es ist schneller, effizienter,
muskulöser. Das europäische ist träger und stabiler.
Kaum etwas prägt unsere moderne Gesellschaft so stark wie der Glaube, dass individuelle Leistung den Erfolg bestimmt. In seinem jetzt auf Deutsch erschienen Bestseller Überflieger dekonstruiert Malcolm Gladwell diesen Mythos, indem er außergewöhnliche Erfolge unter die Lupe nimmt.
Richard
David Precht hat einen massenmedial gehypten Bestseller geschrieben, der seit über einem
Jahr die Philosophie desavouiert. Er verwurstet reißerische Denkerporträts mit Hirnforschung und wettert gegen Uni-Seminare. Ob sich so das Denken lernen lässt? Eine kleine Nachkritik.
