Kultur & Gesellschaft
Der Mensch hat keinen Wert, sondern eine Würde
19. Februar 2010 - 19:30 | Autor: Annabel Bayatloo | Typ: Meinungen
Leidest Du noch, oder deprimierst Du Dich schon?
13. Januar 2010 - 4:26 | Autor: Benedikt Rogge | Typ: Meinungen
Entzauberte Mär von der Allmacht des Marktes
1. Dezember 2008 - 8:00 | Autor: Tim Engartner | Typ: Meinungen
Wie viel ist ein Mensch wert? Das lasse sich nicht beziffern, sagt der Theologe
und Ethiker Dr. Frank Martin Brunn und argumentiert: Der Mensch hat eine Würde,
und die ist nicht abstufbar. Ein Gespräch über die ethischen Konzepte zur Würde
des menschlichen Lebens – auch in umstrittenen Bereichen der Forschung.
Bei der Depression dürfen wir nicht nur auf das kranke Individuum schauen. Wir
müssen auch die gesellschaftlichen Ursachen des Leidens erkennen. Um die Depression
zu bekämpfen, fordern viele eine bessere Diagnostik und therapeutische Versorgung.
Der psychiatrische Blick übersieht jedoch die gesellschaftlichen Ursachen und
die politische Dimension depressiver Symptome. Das darf so nicht bleiben.
Am
14. Dezember 1989 verstarb der russische Physiker und Friedesnobelpreisträger
Andrej Dmitrijewitsch Sacharow. Sein Einsatz für nukleare Abrüstung und Menschenrechte
ist auch nach 20 Jahren ein leuchtendes Vorbild.
Schalldichte
Räume, Google, ein künstlicher Gaumen im Mund – was auf den ersten Blick eher
nach einer Mischung aus Naturwissenschaft und Informatik aussieht, gehört zum
Handwerkszeug der Sprachwissenschaftlerin Pia Bergmann. Sie erforscht am Projekt
„Grenzmarkierung in deutschen Komposita“ wie Wortgrenzen lautlich wiedergegeben
werden.
Vor
15 Jahren wurde in Moskau der Journalist Dmitrij Cholodow ermordet. Seine Mörder
bleiben auf freiem Fuß. Es war der erste politische Journalistentod im neuen
Rußland – der Anfang einer Serie.
Alle
Menschen haben eine Weltanschauung – aber welche? Der „Philomat“, ein Weltanschauungsermittlungsapparat
in Buchform, hilft uns, das herauszukriegen. Spielerisch und anspruchsvoll zugleich
gibt er dem eigenen Denken einen Namen und führt in die Philosophie ein, ohne
sich anzubiedern.
Stellen
Sie sich vor, Sie finden am Strand eine Flasche mit folgender Botschaft: „Meet
me here at the same time next year with a stick about this long“. Welche
situativen Faktoren, welche Gesten und welche Blickorientierung sind notwendig,
damit ein Gegenüber versteht, welchen Ort oder welchen Gegenstand jemand mit
hier oder das da meint? Und woran liegt es, wenn das in der
Interaktion nicht klappt?
Über
den Reichtum einer entwickelten Gesellschaft entscheidet heute in erster Linie
das Netzwerk von Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft. Das amerikanische
Netzwerk ist anders verdrahtet als das Europäische. Es ist schneller, effizienter,
muskulöser. Das europäische ist träger und stabiler.
Kaum etwas prägt unsere moderne Gesellschaft so stark wie der Glaube, dass individuelle Leistung den Erfolg bestimmt. In seinem jetzt auf Deutsch erschienen Bestseller Überflieger dekonstruiert Malcolm Gladwell diesen Mythos, indem er außergewöhnliche Erfolge unter die Lupe nimmt.
Richard
David Precht hat einen massenmedial gehypten Bestseller geschrieben, der seit über einem
Jahr die Philosophie desavouiert. Er verwurstet reißerische Denkerporträts mit Hirnforschung und wettert gegen Uni-Seminare. Ob sich so das Denken lernen lässt? Eine kleine Nachkritik.
Alle Sprachen sind im ständigen Fluss begriffen. Doch wie verändern sie sich eigentlich? Die Freiburger Linguisten Tobias
Streck und Christian Schwarz untersuchen den Dialektwandel im Alemannischen.
Einsamkeit
ist nicht nur ein individuelles Schicksal, sondern auch eine gefährliche gesellschaftliche
Kraft. Doch statt sie zu bekämpfen, sollten wir sie annehmen und für den Aufbau
neuer, tieferer Beziehungen nutzen, meint der amerikanische Politikwissenschaftler
Thomas Dumm.
Besonders für die Geisteswissenschaften ist diese Frage in Zeiten von Exzellenzoffensiven und grassierender Evaluitis von vitaler Bedeutung. Unter reißerischem Titel versammelt der Campus-Verlag namhafte Autoren - die jenseits von Qualitätsnormen und Akkreditierungsmechanistik Grundlegendes zu sagen wissen.
Weltweit schnüren Regierungen milliardenschwere Hilfspakete, um angeschlagene Banken zu retten, verunsicherten Bürgerinnen und Bürgern Vertrauen einzuflößen und ein Abgleiten ihrer Volkswirtschaften in die Rezession zu verhindern. Stehen wir nun vor dem Ende des globalen Kasinokapitalismus - einem System, in dem das weltweite Devisengeschäft den Handel mit Waren und Dienstleistungen um das 70-fache übersteigt?
