Hard Candy
Popmusik ist nur biographisch zu verstehen -- oder gar nicht. Deswegen haben die etwas falsch verstanden, für die die neue CD von Madonna eben nur "hard candy" ist. Die neue Scheibe ist nämlich eine Erfüllung für all die, die in einer Disco aufgewachsen sind, also für viele zwischen 30 und dem sagenhaften Alter von Madonna selbst. Die ist zuerst einmal eine geniale Hörerin der Popmusikgeschichte; und es gab nicht nur ihre Musik. Die Songs enthalten eine "Ikonographie" der Discomusik. "Hard Candy" weckt daher Erinnerungen und Gefühle an unzählige Nächte, die man bewegt in Zappelhallen verbrachte. (Mit Mädchen/Jungs knutschte; nicht wusste, was man studieren sollte; entscheiden, wie viel Geld für den Plattenladen noch übrig war; noch nicht wusste, wie man wieder nach Hause kam: der letzte Bus war ja weg ...) Madonnas Entscheidung, einfach mit den besten der Popszene zusammen zu arbeiten (also: sie FÜR SICH arbeiten zu lassen) war wieder einmal richtig. Ihr Werk ist Postmodern, mit der Finesse, dass man gar nicht mehr weiß, woher die Zitate stammen. Oder sind es gar keine? War aus "das" schon von Madonna? Jedenfalls schön, dass sie für uns die ganze Geschichte der Discomusik auf einem (weiteren) Album komprimiert: Aber darüber nachdenken ist unnötig, lieber sofort tanzen ...
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Kommentare
Postmodern?
Musik zum Zappeln – ja! Aber postmodern – mmh. Madonna wäre wohl nicht die erste, die an der "Dekonstruktion" ihres Alters scheiterte… Dann seh ich die Scheibe schon eher "symbolisch" als Artifact für den Versuch verzweifelter 50-jähriger, an der Jugendkultur festzuhalten ;-)